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Aktuelles - Bürgerinitiative Oberspree

 

Neue Obdachlosenunterkunft in Köpenick,
Lindenstr. 31 und neuer Pflegedienst


Der Berliner Senat fordert neue Obdachlosenplätze und der Geschäftsführer der Herbron gGmbH, Herr Stephan Ebel wird tätig. Wir wurden informiert, dass o.g. Unternehmen in der Lindenstr. 31, direkt in Mitten eines neuen Wohngebietes in Köpenick eine neue Obdachlosenunterkunft errichten möchte.

Damit es nicht zu Ärgernissen mit der dort ansässigen Bevölkerung kommt, muss der Betreiber nun ein Konzept seiner Öffentlichkeitsarbeit für die Information der Nachbarschaft beim Bezirksamt einreichen. Außerdem soll das Platzangebot auf 30 Plätze beschränkt werden.

Daraus wird ersichtlich, dass auf Grund der gemachten Erfahrungen in Oberspree und den damit verbundenen Protesten der Bevölkerung, seitens des Bezirksamtes reagiert wurde. Da sich auch in diesem Wohngebiet Schule und Spielplatz befinden, bleibt abzuwarten, wie sich die Bevölkerung dazu positioniert.

Darüber hinaus ist die Familie Ebel nunmehr stadtweit auch in der Pflege tätig. So wurde das Pflegeunternehmen Elisabeth Zeh Hauskrankenpflege unter dem neuen Namen Medical Krankenpflege und Seniorenbetreuung www.medical-pflege.de, neben dem bereits von der Familie betriebenen Pflegedienst Domus Vita gGmbH, übernommen.

Auch in dem neuen Pflegedienst sind die Familienmitglieder (Vater, Sohn und Schwiegersohn) als Geschäftsführer tätig. Dieses Unternehmen hat, wie nicht anders erwartet, auch die Pflege in der Wohngemeinschaft Soldiner Straße 68 in Wedding übernommen.

Wir verweisen gern noch einmal auf unsere Pressemitteilung vom Mai 2012.
"Es bleibt alles in der Familie ..."


> Pressemitteilung Bürgerinitiative Oberspree 05/2012

 


Richtfest Haus Hebron am 17.12.2012


Vier Jahre nach Baubeginn wurde in der Hartriegelstraße Richtfest gefeiert.

Vertreter der Bürgerinitiative sind der vom Investor, Herrn Stefan Ebel, ausgesprochenen Einladung nachgekommen. Bei dieser Gelegenheit wurden der Rohbau und der bestehende Altbau besichtigt, indem gerade begonnen wurde eine Fußbodenheizung zu installieren. Sanitäre Einrichtungen sind noch nicht vorhanden. Laut Aussage Verantwortlicher, sollen die ersten 50 Obdachlosen im Sommer 2013 den Altbau beziehen.

Der Einzug in den jetzt im Rohbau fertigen zweiten Bauabschnitt mit weiteren
70 Wohnungslosen hängt von der Finanzierung ab. Beim Richtfest waren bereits einige zukünftige Bewohner, die sich mit ihrem neuen Umfeld und den Räumlichkeiten vertraut machen wollten. Auch die zuständigen Kontaktbereichs-
beamten der Polizei und offizielle Vertreter des Senats waren anwesend. Auf das von der BI geforderte Pförtnerhaus angesprochen, bestätigte Herr Ebel, dass dieses auf jeden Fall an der Spitze des Grundstücks gebaut wird.

Über weitere Entwicklungen zu diesem Bauvorhaben werden wir zeitnah informieren.

Wir möchten erneut darauf hinweisen, dass wir die Einrichtung Haus Hebron in der Hartriegelstraße im Rahmen der Sozialverträglichkeit für viel zu groß und den Standort als völlig ungeeignet befinden. Darüber hinaus bezweifeln wir die finanzielle und fachgerechte Eignung des Betreibers.



Pressemitteilung Bürgerinitiative Oberspree


Vielen Dank für Ihr Interesse. Uns erreichen immer wieder Anfragen von Verlagen, Redaktionen, Media-Onlinediensten und freien Pressebüros. Hiermit erteilen wir Ihnen die Erlaubnis die Pressemitteilung der Bürgerinitiative Oberspree 05/2012 - "Dreiste Pflegedienste- und der Rechtsstaat sieht zu und zahlt" zu veröffentlichen.

> Pressemitteilung Bürgerinitiative Oberspree 05/2012

 

Gehwegarbeiten in der Hartriegelstraße


Ein kleiner Teilerfolg: der Bitte vieler Anwohner sowie der Bürgerinitiative Oberspree bezüglich der Erneuerung des Gehweges in der Hartriegelstraße in Berlin Treptow-Köpenick wurde entsprochen. Die Bauarbeiten finden in der Zeit vom 08.08. bis 30.09.2011 statt.

> Information Bezirksamt Treptow-Köpenick 


Tötungsverbrechen im Haus Hebron in Adlershof


Eine umgehend von der Staatsanwaltschaft angeordnete Obduktion eines heute früh verstorbenen Mannes bestätigte am frühen Nachmittag den Verdacht eines Tötungsverbrechens. Anwohner entdeckten gegen 3 Uhr 30 einen Schwerverletzten in einem Wohncontainer auf dem Gelände eines Wohnheims in der Köpenicker Straße in Adlershof und alarmierten die Polizei.

Ein Notarzt versuchte vergeblich, den 66-Jährigen zu reanimieren. Er erlag noch am Auffindeort seinen schweren Verletzungen. Da zunächst nicht klar war, woher die Verletzungen des Mannes stammten und ein Fremdverschulden nicht auszuschließen war, hatten bereits in den Morgenstunden die 2. Mordkommission des Landeskriminalamtes und die Berliner Staatsanwaltschaft die ersten Ermittlungen übernommen.

Mittlerweile bestätigte sich der Verdacht eines Tötungsdeliktes: der Mann, der selbst in dem Wohnheim lebte, wurde Opfer massiver stumpfer Gewalt gegen den Oberkörper. Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar und Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Pressemeldung Berliner Zeitung, 22.05.2011


66-jähriger Mann im Obdachlosenheim Haus Hebron Adlershof erschlagen


Nach der Tötung eines 66-jährigen Obdachlosen in Adlershof hat die Polizei jetzt zwei Tatverdächtige festgenommen. Die beiden Männer im Alter von 20 und 25 Jahren wohnten mit dem Getöteten in einem Wohnheim für Obdachlose.

Der 20-jährige mutmaßliche Täter soll sein Opfer am Sonntag überfallen und dabei so schwer verletzt haben, dass dieses starb. Er raubte dem Mann eine Kochplatte sowie Kochgeschirr und brachte mit seinem 25-jährigen Komplizen die Beute auf sein Zimmer.

Pressemeldung Tagesspiegel, 24.05.2011

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Gemeindeversammlung der ev. Friedenskirche Niederschöneweide
am 19. September 2010


In der ev. Gemeinde von Niederschöneweide mehrten sich die Stimmen zum Haus Hebron, worauf durch den Kirchenrat veranlasst, eine Umfrage zu diesem Thema stattfand. Die Auswertung dieser Umfrage fand in o.g. Gemeindeversammlung statt, hierzu war auch ein Vertreter der Bürgerinitiative eingeladen.

Im Wesentlichen geht es den Gemeindemitgliedern um die dort untergebrachten Menschen und ihre Betreuung. Ein weiterer Punkt der Besorgnis war auch die Größe dieser Einrichtung und der ausgewählte Standort.

Die Vertreterin der BI hatte die Gelegenheit vor den Gemeindemitgliedern  von den Anfängen und den Ergebnissen der bisher über eineinhalbjährigen Arbeit zu berichten. Dabei konnte klargestellt werden, dass es sich beim Haus Hebron um eine kommerzielle Einrichtung handelt. Es wurde auch berichtet, dass alle Zugeständnisse bzw. Verbesserungen für die dort lebenden Menschen durch die Aktivitäten der BI erreicht wurden.

Nach über 15jähriger Tätigkeit des Hauses Hebron liegt nunmehr erstmalig ein Betreuungskonzept für dieses Haus vor, das vorsieht, diese Menschen wieder an ein soziales Leben heranzuführen und nicht sich selbst zu überlassen.

Die Gemeindevertretung unter Leitung des Pfarrers, Herrn Hecker wird dem Haus Hebron in der Köpenicker Str.1 in den nächsten Tagen einen Besuch abstatten und Formen der Zusammenarbeit im Rahmen der Seelsorge besprechen.

Gabriele Jenke

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eMail vom 18.09.2010 an Herrn Lars Duesterhoeft, SPD- Sozialausschuss der Bezirksverordnetenversammlung
 
Sehr geehrter Herr Duesterhoeft,
 
von Frau Winteroll habe ich die Antwort des BA auf Ihre kl. Anfrage vom 26.08.2010 zur öffentl. Förderung der Umsetzung des Hauses Hebron erhalten. Einmal mehr drängt sich uns Gefühl auf, dass man versucht, mit Allgemeinplätzen von konkreten Dingen abzulenken. Wir haben uns numehr mit den genannten Paragraphen ein bischen beschäftigt.

Zunächst ist festzustellen, dass es zwischen der Rechtsinstitution des Investors (Ebel/Windmüller GbR) und dem Mieter Hebron GmbH einen Unterschied gibt.
Der Mieter Hebron Gmbh hat nach § 147 BauGB einen Anspruch auf Umzugshilfe, wobei die noch bestehende Laufzeit des Mietvertrages und eventuelle Optionen zu berücksichtigen sind.

Da uns Fr. Feierabend in ihrem Schreiben vom 28.04.2009 jedoch mitgeteilt hat: Zitat " Im Rahmen der Entwicklung des Wirtschafts- und Wissenschaftszentrum Adlershof hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Grundstück und das Haus in der Köpenicker Str. 1 enteignet und dem Nutzer einen Mietvertrag angeboten, der aber zum August oder zu einem späteren Zeitpunkt von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gekündigt werden wird."  - erhebt sich nun die Frage, für welche Zeiträume hier "Doppelbelastungen" des Mieters Hebron GmbH anstehen.

Rechtlich gesehen besteht ein Unterschied zwischen Investor und Betreiber des Hauses Hebron, zumal ja wohl vorgesehen ist, das der Investor das zu errichtende Gebäude an die Hebron GmbH vermietet. Wir können hier keine Doppelbelastung sehen.

Persönlich halte ich diese Antwort wieder für einen Beweis, möglichst zu verschleiern und mit zitierten Paragraphen Fragesteller "mundtot" zu machen.
 
Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Jenke

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Bürgerfragestunde in der Bezirksverordnetenversammlung

Mir ist nicht klar, ob Menschen die in der Politik tätig sind, es lernen mit Phrasen zu reden, oder ob es einfach so dazu gehört? Es hört sich toll und sehr sozial an, wenn man sagt, dass Obdachlose in die Mitte der Gesellschaft gehören, so der Diskussionsbeitrag eines Bezirksverordneten von Treptow/Köpenick der Linken in der Sitzung der BVV am 25.03.2010 (Beifall von allen Fraktionen).

Ich hatte mir erlaubt, ausgehend von den Ereignissen um die Treberhilfe drei Fragen an die Bezirksverordneten bzw. das Bezirksamt in deren Sitzung zu stellen.

Die erste Frage befasste sich mit den Befürchtungen der Anwohner, dass die Investoren doch noch in den nächsten Jahren das erworbene Garagengrundstück mit Wohnraum für Obdachlose bebauen könnten (die Massen bringt das Geld) und wie man diese Überdimensionierung seitens des Bezirkes verhindern kann.
Kurz und knapp - gar nicht!

Eine weitere Frage richtete sich auf den Erwerb der Grundstücke, es könnte ja möglich sein, dass unter dem Deckmantel der „Sozialen Einrichtung“ der Preis nicht dem Bodenrichtwert entsprach und hier ähnliche Konstellationen wie bei der Treberhilfe (siehe Berliner Abendschau vom 29.03.2010 ) entstehen.
Kurz und knapp - der Preis ist geheim, geht die Bezirksverordneten nichts an!

Und die dritte Frage ging dahin, ob die Bezirksverordneten an dem im Senat derzeit im Entwurf befindlichen Wohn- und Teilhabegesetz mitwirken und auf Größenbeschränkungen in Wohngebieten hinwirken können (es gibt in Berlin 112 vertragsfreie Einrichtungen mit einer Gesamtkapazität von 5.177 Plätzen, also im Durchschnitt hat jede Einrichtung 46 Plätze).
Kurz und knapp - das ist nicht ihre Aufgabe, das geht nur über ihre Parteien!

Ich finde es persönlich Verantwortungslos, dass es anscheinend immer noch Sozialromantiker gibt, die aus den Ereignissen um die Treberhilfe (durch die Presse aufgedeckt) nichts gelernt haben und noch nicht begriffen haben, dass es sich hierbei um ein „gutes Geschäft“ handelt und es weniger darum geht, armen Menschen wirklich zu helfen. Jede abweichende Fragestellung wird dann dazu genutzt, den Fragesteller in ein „unsoziales Licht“ zu stellen und damit zu diffamieren. Damit soll dann auch noch soziale Kompetenz bewiesen werden.

Hoffentlich sind diejenigen Bezirksverordneten auch dann zur Stelle, wenn es Vorfälle im Wohngebiet geben sollte. Eins möchte ich noch erwähnen, die Vertreter der Bürgerinitiative Oberspree waren bisher die Einzigen, die im Arbeitskreis Forderungen an das Haus Hebron herangetragen haben, die zu menschenwürdigeren Lebens- und Unterbringungsbedingungen für die Hausbewohner führen sollen.  

Warum haben die Bezirksverordneten, die nach der „Mitte der Gesellschaft" rufen, sich bisher damit nicht befasst?

Gabriele Jenke